Allgemein
Der Fernseher ist zum Nahseher geworden. Man sieht nicht mehr fern, sondern will alles so nah wie möglich miterleben. Mir geht das so: Ob DSDS oder Bauer sucht Frau, Homestorys oder Daily-Soaps, Big Brother oder Wer wird Millionär. Es geht den Fernsehmachern nicht um die Geschichten, sondern um Einschaltquoten. Jedes Mal, wenn ich unseren Fernseher anschalte, befinde ich mich auf dem Weg in die Privatsphäre anderer Menschen. Frage: Will ich das eigentlich?
Nachrichten
Nachrichten sind wichtig und richtig. Aber ob das, was wir da vorgesetzt bekommen, der Wahrheit entspricht oder nicht, das entscheide nicht ich sondern die Medienmacht der Sender. Sie bilden Meinungen. Israel ist da ein vorrangiges Beispiel (Wer andere Meinungen hören will, kann bei www.nai.com oder www.israelnetz.com nachsehen, oder das christliche Medienmagazin PRO bestellen). Frage: Glaube ich das eigentlich?
Comedy
Zur leichten Unterhaltung hat sich in den letzten Jahren eine ganze Armee an sog. Comedians gebildet, die uns tagtäglich nicht nur über das Fernsehen mit allen möglichen und unmöglichen Gedanken, Lästerungen, Verleumdungen und Schlägen weit unter die Gürtellinie traktieren. Sexistische Äußerungen gehören da zum guten Ton. Was Pocher, Barth, Mittermeier und ander da ständig auswürgen, ist weder gut für meinen Glauben, noch gut für meine Sprache – irgendwo will das Eingefüllte ja wieder raus. Frage: Was soll ich damit?
Kindersendungen
Ja, auch ich habe Kinder, die fast täglich fragen: “Dürfen wir Fernseh gucken?” Eine halbe Stunde täglich finden wir o.k.. Die Frage ist nur: Was sehen die Kinder, wer setzt sich daneben, wer schaltet ab und kann oder darf man das als aufgeklärte Menschen heute überhaupt, seinen Kinder das Fernsehen reglementieren?
Zeitvertreib
Fernsehen ist der lustigste Zeitvertreib, der die Zeit vertreibt. Abends die Kiste anzustellen ist der Garant, bis 22.30 Uhr irgendwo irgendwas zu gucken oder durch zuzappen, statt sich zu unterhalten oder was sinnvolles zu machen. Diese Zeit fehlt mir persönlich morgens um 5 oder 6, wenn mein Wecker klingelt und mich auffordert, aufzustehen.
Vielleicht hast Du andere Erfahrungen mit Fernsehen, dann poste sie hier unter Kommentare.
Seitdem wir den Fernseher im Gästezimmer im ersten Stock haben, sehen wir nur noch äußerst selten fern. Was für ein Segen! Wir genießen die gemeinsamen Stunden mit Lesen, zwischendurch mit Gesprächen und einem Schoppen Wein und gehen herrlich entspannt schlafen. Wir vermissen das Fernsehen überhaupt nicht und wenn wir doch mal Lust auf einen Film haben, schauen wir ins Programm und finden es letztlich doch nicht so interessant, daß wir dafür auf unseren schönen Leseabend verzichten sollten…
Von: Gert von Kunhardt am 24. März 2009
um 17:09